... das Ding mit der "SELBSTLIEBE" ... und was Yoga damit zu tun hat

Das Ding mit der “SELBSTLIEBE” ist ein sehr sensibles Thema. Es gibt unzählige Vorträge, Workshops und Bücher in denen uns vermittelt wird, dass wir uns zuerst SELBST LIEBEN müssen, bevor wir z. B. andere lieben können. Und theoretisch habe ich es auch verstanden und ich weiß nicht, wie es euch damit geht, ich zumindest wollte das immer glauben und habe es mir lange eingeredet, dass ich mich SELBST LIEBE. Tatsächlich waren es nur die liebevollen Aspekte, die ich an mir so schätze. Yoga spülte nach und nach die Schatten hoch. In den Momenten, wo ich meine eigenen Schattenaspekte erlebte, habe ich mich lieber innerlich zurückgezogen. Ich wollte schnellstmöglich da wieder raus, also flüchtete ich mich in sehr viel mehr Yoga Praxis.

Heute weiß ich, dass der Widerstand dadurch nur noch größer geworden ist, weil ich so versuchte, meinem Schatten auszuweichen. Ehrlich gesagt, kann man Schatten nicht wegpraktizieren. Wir können jedoch lernen mit kontinuierlicher Yoga Praxis innerlich und äußerlich klarer zu und stärker zu werden, um diesem Schmerz aus dem Unterbewusstsein zu begegnen. Es ist wie eine Vorbereitung auf die Begegnung mit dem Schatten. Ist der Schmerz da (dies kann sich z. B. in Form einer sehr starken Emotion in einem Körperteil bemerkbar machen), dann hilft es genau dort hineinzutauchen, ganz still zu werden und die Energie wachsam und ohne Bewertung durchzufühlen. Nichts ist für die Ewigkeit und somit auch nicht der Schmerz. Die Energie wird sich wandeln und gleichzeitig wird etwas weit werden im Innern und wir gehen anschließend geschmeidiger durchs Leben.

SElbstliebe und Körper

Nirgendswo wird das Thema SELBSTLIEBE deutlich spürbarer, als am Beispiel unserer Körper. Ich habe eine Statistik gelesen, dass ca. 90 % der Menschen unzufrieden sind mit ihren Körpern. Die Medien erschaffen ein Bild von Schönheit, was kaum zu erreichen ist. Wie fühlen sich Menschen damit, die eben nicht diesem Idealbild entsprechen? Ehrlich gesagt, ich weiß wie es sich anfühlt. Ich habe mein halbes Leben versucht, einem bestimmten Ideal zu entsprechen. Trotz gesunder Lebensweise, fand mein Körper immer wieder in seine weibliche Form zurück, die ich dann wiederum abgelehnt habe. Ein Teufelskreis, der sehr viel Energie gekostet hat.

Was hilft also wirklich?

Mir hat es geholfen, ganz aufrichtig hinzuschauen und in den Körper so wie er ist zu spüren und somit all den abgelehnten Körperteilen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Die dort gespeicherten Worte mit all der Energie der Ablehnung durchzufühlen und dann wiederum zu akzeptieren, dass mein Körper genau so wie er ist O K ist. Diese Transformation hat mich sehr berührt und mich mehr in meinem Körper verankert. ICH LIEBE MICH SO WIE ICH BIN mit all den “dunklen” Anteilen und ich sehe durch diese Brille sehr viel mehr Schönheit in den Menschen, als vorher. Umarme und liebe dich und deinen Körper, wertschätze und pflege ihn. Das ist ein Geschenk. Und wenn du es nicht alleine schaffst, dann lass dir helfen.

In Liebe
Namasté
IngaYoga

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