Verletzlichkeit Teil II

Meine Verletzlichkeit bringt mich immer wieder an meine Grenzen. Fordert mich heraus, meinen eigenen Schutz-Panzer abzulegen. Wenn ich mich selbst dafür entscheide, offen mit meiner Verletzlichkeit zu sein, kommt das meinem wahren Selbst schon ganz nahe. Ich konnte mir lange nicht eingestehen, wie verletzlich, zerbrechlich und sensibel ich wirklich bin bin.

Verletzlichkeit ist die Frequenz und der leise Ruf der Seele

Verletzlichkeit ist der Zugang zur wahren Natur aller Wesen (die Sprache der Seele)

Verletzlichkeit ist Liebe und Mitgefühl

Verletzlichkeit ist die weibliche Energie
(das Yin, das -Tha von Hatha, der Mond)

Männer dürfen diesen Anteil ihrer Verletzlichkeit ebenfalls leben.

Unterdrückte Verletzlichkeit tarnt sich als Opferhaltung.

Doch irgendwann wird der Ruf der Seele so stark, dass der Schmerz es zurückzuhalten viel heftiger ist, als sie voll und ganz zu leben. Entscheiden wir uns Verletzlichkeit zu zeigen, ist die Scham nicht weit. Ich nenne es den “Verletzlichkeitskater”. Ich habe ihn, wenn ich mich über Worte jemanden öffne (oder einen Blogbeitrag schreibe und poste). Die Akzeptanz, dass das ein Anteil meines Wesens ist, wird stärker und schöner je mehr Raum ich mir dafür nehme, mich damit zeige und drauf vertraue, dass ich behütet und beschützt bin und mein Herz noch weiter aufmachen kann.

Behüte deine Verletzlichkeit wie deinen größten Schatz - IngaYoga -

Um mich selbst und andere in ihrer eigenen Verletzlichkeit zu bestärken, nehme ich gerne die Kriegerstellungen (Virabhadrasana I - III) zu Hilfe. Ich zwinge mich niemals hinein in eine harte Struktur. Ich arbeite mit meinem Atem zusammen: Einatmen aus- und aufrichten, mit dem Ausatem weich und weit werden, entspannen und loslassen. Ich erspüre genau wo ich gegenhalte und wo ich mich innerlich zusammenziehe, mit jedem Atemzug dehne ich mich aus in die Leichtigkeit und Freiheit. Halte nichts fest oder zurück, vor allem nicht in den Schultern und Armen. Die Struktur der Haltung gibt mir Halt mit dieser feiner Energie präsent zu sein und sie immer weiter auszudehnen.

Namasté
IngaYoga

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