Komfortzone

Das Leben beginnt dort, wo die Komfortzone endet
— Neale Donald Walsch

Ich habe mich lange gefragt, warum nicht viel Neues in meinem Leben passiert. Selbst meine Yoga-Praxis bereitete mir keine große Mühe mehr und ich ertappte mich dabei, dass ich mich maximal bis zum Rand meiner Komfort-Zone wagte. Die Yoga-Praxis war bequem und ich musste mich nicht sonderlich anstrengen, um ein gewisses Maß an Wohlbefinden zu erfahren. Auch mein Gehirn fand das “Yoga-Sofa” sehr bequem und ich konnte so richtig drin versinken. Gut, es ist nichts verkehrtes dran aber ich kam irgendwie nicht weiter in meinem Leben. Heute weiß ich allerdings auch, dass die Zeit notwendig und eine wertvolle Erfahrung war, um einiges aufzuarbeiten und meine Wunden zu lecken.

Im Nachhinein ist mir ebenfalls klar geworden, dass sich hinter dieser gewählten Bequemlichkeit eine tiefe Angst verbarg. Exzessives Trainieren und Arbeiten waren früher mein Programm. Über meine Grenzen zu gehen hat mich schon einmal in den Burnout getrieben und so habe ich gelernt, mich nicht mehr zu überfordern und bin dort einige Zeit geblieben, um mich zu regenerieren. Irgendwann überfiel mich eine Unruhe, ein innerlicher Weckruf, den Komfortbereich zu verlassen und Neues in mein Leben zu lassen. Die Bewusstsein für meine eigenen Grenzen war durch das Yoga gestärkt und so gab es für mich nicht mehr die Gefahr, dass ich wieder mal zu weit gehen würde und die Körpersignale nicht wahrnahm.

Es ist jedoch etwas ganz anderes, sich ganz bewusst für Veränderungen zu entscheiden und die Transzendenz der eigenen Grenzen zu wählen, um für sich etwas neues zu erschaffen. Wir kommen dann nicht mehr drum rum, aus der “Kuschel-Muschel” auszusteigen und ins kalte Wasser zu springen. Alte Gewohnheiten und Muster lassen uns immer wieder gleiche Erfahrungen machen. Immer wiederkehrende Gedanken und Emotionen erschaffen immer wieder die gleiche Realität. Jammern darüber, dass nichts voran geht im Leben, lässt uns noch tiefer in dieser Erfahrung verweilen. Ich konnte mich zum Schluss selbst nicht mehr “hören” und so beschloss ich, meine alten Gewohnheiten zu verändern.

Vor jeder Veränderung steht zunächst eine klare Entscheidung! http://ingayoga.de/blog/2019/1/7/die-kraft-einer-klaren-entscheidung

Wichtig nach meiner persönlichen Erfahrungen ist, wirklich alles ganz anders zu machen und alte Gewohnheiten durch neue und herausfordernde Gewohnheiten zu ersetzen. Die neuen Gewohnheiten brauchen eine Zeit um sich zu integrieren und wenn sie es sind, braucht man wieder neue Impulse. Es braucht an vielen Stellen Mut und einen starken Willen, weiterzugehen. Das Gehirn ist auf “Komfort” programmiert und sehr intelligent mit den Ausreden. Ich fing u. a. (gar nicht so “Yogisch” ;) mit Krafttraining im Fitnessstudio an . Das eher mechanische Training gibt mir die nötige “Yang-Energie” um mich endlich richtig auszupowern und vor allem ins Schwitzen zu kommen. Dadurch hat sich auch meine eigene Yoga-Praxis verändert und ich habe ein ganz neues Licht drauf bekommen. Es ist egal, was man macht! Hauptsache anders! Und es ist bis zu einem gewissen Grad herausfordernd und gerne unbequem. Ich hatte Schmerzen und war müde. Mein Widerstand war sehr groß aber es lohnt sich, diesen Aufzulösen. Im Widerstand ist sehr viel Energie gebunden. Lösen wir Widerstände auf, so steht uns immer mehr Lebensenergie zur Verfügung.

Ich habe im letzten halben Jahr so viel Neues erschaffen und dafür bin ich jeden Tag dankbar! Und ich weiß, dass das erst der Anfang ist.

Möchtest du gerne Neues in dein Leben lassen?
Möchtest du dich gerne verändern und weißt nicht so richtig wie?
Möchtest du deine Widerstände auflösen und weißt nicht genau wie?
Brauchst du neue und frische Impulse für deinen persönlichen Weg?
Dann freue ich mich auf deine Nachricht!

Namasté
IngaYoga